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Die öge trauert um Barbara Prammer


Liebe Barbara Prammer,

wir danken nochmals für Ihr beharrliches, überzeugendes Eintreten für Demokratie und ihr konsequentes Bemühen um ein angemessenes Geschichtsverständnis in Österreich. Als die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung im März des letzten Jahres zu einem dreitägigen internationalen Symposium an der Universität Wien geladen hatte, um Bilanz zum Thema "Exilforschung zu Österreich" zu ziehen, luden Sie die ReferentInnen und TeilnehmerInnen dieser Tagung zu einem Empfang ins Palais Epstein. Ihre wohlwollend wertschätzenden Worte sind uns noch in den Ohren.

Die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung bedauert zutiefst, dass Sie den Kampf gegen diese schwere Erkrankung letztlich verloren haben. Der Republik Österreich geht eine große, souveräne, überzeugt demokratisch und sozial denkende Frau, die sich den historischen Herausforderungen gestellt hat, nun verloren. Viele, die Sie gut kennen, werden, beeindruckt von Ihren Leistungen, Ihre Ziele hoffentlich zwar weiter verfolgen. Aber: Ersetzbar sind Sie nicht.

So wird die Nachricht von Ihrem Tod am 2. August 2014 für immer als Trauertag in den Erinnerungen jener eingeschrieben sein, die Sie kennen lernen durften.

In Wehmut

Fritz Hausjell
für die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung








Eric Sanders: Attachments

Am 11. Dezember 2013 wurde Eric Sanders die Ehrenmitgliedschaft der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) verliehen. Als Begründung wurden seine Leistungen im Kampf gegen den Nationalsozialismus als Angehöriger der britischen Streitkräfte, für seine Verdienste um die Vergangenheitspflege in England sowie für die Vermittlungsarbeit als Zeitzeuge in Österreich hervorgehoben. Im Text Attachments schildert Eric Sanders seine Eindrücke und Gedanken anlässlich der Verleihung.

Eric Sanders: Attachments



Neuerscheinung: Band 3 der öge-Buchreihe Exilforschung heute

IM EXIL IN SCHWEDEN
Österreichische Erfahrungen und Perspektiven in den 1930er und 1940er Jahren

Hg. von Irene Nawrocka unter Mitarbeit von Simon Usaty. Wien: Mandelbaum Verlag 2013

Foto

Schweden wurde zur Zuflucht für ca. 700 - 1.000 Exilantinnen und Exilanten aus Österreich, die ab März 1938 vor der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime fliehen mussten.
Den Flüchtlingen wurde in Schweden - sowohl von offizieller Seite als auch von der Bevölkerung - mit Misstrauen begegnet, zu der die Angst vor Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und ein latenter Antisemitismus beitrugen. Rassistisch Verfolgte galten nicht als politische Flüchtlinge und ab Oktober 1938 erleichterte den schwedischen Behörden der J-Stempel in Pässen, Juden und Jüdinnen bereits an der Grenze abzuweisen. Dennoch gab es weitreichende Bemühungen, die Vertriebenen zu unterstützen: Vereinigungen wie die Flüchtlingshilfe der Arbeiterbewegung (Arbetarrörelsens flyktinghjälp) und die kommunistische Rote Hilfe (Röda hjälpen) wie auch die Schwedische Israelmission halfen dabei, im Exilland ein Auskommen zu finden.
Der Band gewährt mit wissenschaftlichen Artikeln und autobiografischen Berichten von ZeitzeugInnen der ersten und zweiten Generation einen Einblick in die Lebenssituation österreichischer Exilantinnen und Exilanten in Schweden.

Mandelbaum Verlag



Sommersemester 2014


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öge-Publikationen (für Mitglieder mit 20 % Rabatt erhältlich)


Buchreihe Exil-Leben. Dokumente und Materialien, Bd. 1

Buchreihe Exilforschung heute, Bd. 1

Buchreihe Exilforschung heute, Bd. 2










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